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Cadiz - Spanien - Atlantischer Ozean
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Cadiz ist die älteste Stadt Spaniens und die älteste Stadt Europas, die noch bewohnt wird. Sie wurde vor etwa 3000 Jahren von Phöniziern gegründet, die die strategische Lage der Stadt für ihre Seehandelswege erkannten. Die Blütezeit war im 17. Jahrhundert zur Zeit der großen spanischen Handelsschifffahrt mit dem amerikanischen Kontinent. Heute ist Cadiz eine moderne spanische Stadt mit Stadion, Schulen und allem was der moderne Mensch zum Leben braucht. Ein Bummel lohnt sich vor allem durch die kleine Altstadt, die mit ihren verwinkelten Gassen, kleinen Plätzen und weißen Flachdachhäusern schon fast afrikanisch wirkt. Der Eindruck täuscht nicht. Die Costa de la Luz ist wie ganz Südspanien stark von maurischen Einflüssen geprägt. Es gibt in der Stadt wunderschöne alte Gebäude, die mit abwechslungsreichen Fassaden glänzen, eine Kathedrale mit goldener Kuppel und viele kleine Türme, die in früherer Zeit dazu dienten nach einlaufenden Schiffen Ausschau zu halten. Cadiz war schon immer eine Seefahrerstadt und viele architektonische Elemente haben mit dieser direkt oder indirekt zu tun.

Hauptanziehungspunkt in dieser Region ist mit Sicherheit Sevilla, die Hauptstadt Andalusiens. Hier liegt das Erbe der maurischen Vergangenheit Spaniens vor allem im historischen Zentrum Barrio Santa Cruz und um den arabischen Palast Alcazar mit seinen prächtigen Gärten. Berühmt ist Sevilla auch für sein Opernhaus und vor allem durch Opern wie Carmen oder der Barbier von Sevilla. Die Altstadt bietet in seinen engen Gassen schützenden Schatten vor den mehr als 3000 Sonnenstunden pro Jahr. Im Palast Alcazar gibt es zahlreiche Einrichtungsgegenstände aus der maurischen Vergangenheit zu besichtigen. Heute ist der Palast offizielle Residenz der spanischen Königsfamilie. Am Plaza de España ist halbkreisförmig ein künstlicher See angeordnet, über den sich zwei Ecktürme mit wunderschönen Keramikornamenten erheben. Die Stierkampf-Arena von Sevilla besitzt 116 asymmetrische Balkone und stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die Kathedrale ist die drittgrößte der Welt und hat eine bewegte Geschichte. Auf römischen Fundamenten, wurde ein gotischer Tempel gebaut, der mit einem Turm versehen wurde, der einst ein Minarett einer maurischen Moschee war. Direkt am Südeingang steht der Sarkophag von Christoph Kolumbus. Aber auch die kleinen Dörfer im Hinterland sind einen Besuch wert. Die weißen Dörfer Andalusiens, wie zum Beispiel Arcos de la Frontera, zeigen verschlafene Gassen mit weißgetünchten Häusern, die wie große, weiße Würfel an den Berghängen kleben. Die Ruhe und Gelassenheit Andalusiens ist hier einzigartig und verleiht den Dörfern einen gewissen Zauber, dem man sich schwer verschließen kann.

Ein großes Thema in Andalusien sind natürlich auch die Bodegas. Der berühmte Sherry, die spanische Version des Brandys wird hier hergestellt. Vor allem in Jerez de la Frontera liegen die großen internationalen Fabrikanlagen. Wer sich für die Herstellung und die Geschichte dieses Getränks interessiert und auch gerne probieren und den Sherry erwerben möchte ist mit einer Besichtigung der Bodegas gut beraten. Meist steht so etwas auf dem Reiseplan ihres organisierten Ausflugs. Wer der Massenabfertigung in einigen Bodegas entgehen will, sollte auf eigene Faust losfahren und eine private Führung in einer der kleineren Fabriken unternehmen.