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Hamburg - Deutschland - Nordeuropa
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Die Freie und Hanse Stadt Hamburg ist mit etwa 1,7 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt und die größte und bedeutendste Hafenstadt Deutschlands. Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Containerhäfen Europas und wird in den letzten Jahren auch verstärkt von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Vor allem als Ziel- oder Startpunkt einer Kreuzfahrt hat Hamburg sich mittlerweile etabliert. Nicht mehr nur deutsche Schiffe, sondern auch die großen internationalen Reedereien sind mit ihren Schiffen ein gern gesehener Gast im Hafen. Der Boom Hamburgs als Kreuzfahrthafen hat sicherlich mit der Queen Mary 2 begonnen, die auch heute noch viele tausend Menschen bei jedem Einlaufen frenetisch begrüßen. Eigens aufgrund der Begeisterung wurde die klassische Route New York – Southampton daraufhin an einigen Terminen im Jahr nach Hamburg verlängert. Auf den Zug der Begeisterung sind viele andere Reedereien aufgesprungen, so dass in Hamburg mittlerweile sehr häufig neue Kreuzfahrtschiffe dem Markt vorgestellt werden. Für Kreuzfahrtschiff-Begeisterte ist auch die Blohm &Voss Werft zu erwähnen. Viele Schiffe, die in Europa gebaut wurden kommen hierhin zur Endabnahme und für weiter Checks und Reparaturen im weiteren Schiffsleben. Vor allem das Eindocken in den gewaltigen Trockendock der Werft ist dann immer wieder ein einmaliges Manöver. Aber auch als Stop-over-Hafen wird Hamburg langsam attraktiver. Vor allem auf Kurzkreuzfahrten wird Hamburg immer öfter als Destination angelaufen.
Das Kreuzfahrtterminal liegt momentan noch direkt an der neuen Hafen City Hamburg etwas südlich der Landungsbrücken. Ein neues Terminal in Hamburg Altona soll allerdings bereits dieses Jahr in Zusammenarbeit mit AIDA-Cruises in Betrieb genommen werden. Dies wird die etwas beschwerliche Verkehrsanbindung, die das momentane Terminal hat, eindeutig verbessern und Hamburg somit noch interessanter als Destination machen.
Hamburg ist eine Hafenstadt und somit spielt sich ein wichtiger Teil des Lebens am Wasser, genauer gesagt an der Elbe ab. Im Gegensatz zu vielen anderen Häfen haben es die Hamburger geschafft ihren Hafen einzubinden und das Leben an den Hafen heranzubringen. An den Landungsbrücken gibt es eine Vielzahl von kleinen Souvenirshops, Restaurants, Cafes und kleinen Buden. Alle laden zum Verweilen ein und bieten einen tollen Blick auf den Hafen. Die ständig an- und ablegenden kleinen Ausflugsschiffe und Barkassen steigern dieses Flair noch. Eine Hafenrundfahrt ist ein absolutes Muss für jeden Hamburg Besucher. Sie werden in verschiedenen Formen angeboten. Mit den großen Ausflugsbooten werden vor allem die Elbe und die großen Hafenbecken mit den Containerschiffen befahren. Die kleinen Barkassen können, dank ihrer geringen Höhe auch durch die Speicherstadt fahren, jenem alten, aber fast vollständig renoviertem Stadtteil, dem Hamburg seinen einstigen Reichtum verdankt. Hier lagen die großen Handelshäuser der Tee- und Kaffeeunternehmen und jede Ware wurde per Barkasse über die Kanäle, direkt zu den Lagerhäusern gebracht und per Seilzug in die Lagerräume befördert. Die alten Vorrichtungen der Flaschenzüge sind noch sehr oft zu sehen, genau wie die alten Tore und Fenster, die die Lager verschlossen hielten. Die vielen Kanäle und Brücken sind ein weiteres Wahrzeichen Hamburg, denn Hamburg hat insgesamt mehr kleine Brücken als Venedig.
Wenn sie nicht an einer Hafenrundfahrt interessiert sind, besichtigen sie doch eines der Museumsschiffe, die hier vertäut liegen. Dies ist zum einen die Rickmer Rickmers, ein Segelschiff und zum anderen die Cap San Diego, ein ehemaliges Frachtschiff, das zur Flotte der „weißen Schwäne“ des Südatlantiks gehörte und im Liniendienst mit Südamerika Massengut beförderte.
Unweit des Hafens und von dort sichtbar befindet sich auch der Hamburger Michel, die Kirche die zum Wahrzeichen Hamburgs geworden ist. Der Weg vom Hafen zum Michel führt durch ein Viertel Hamburgs, in dem es noch viele maritime Geschäfte gibt. Vom Buchladen zum Schiffsausrüster gibt es hier einiges zu entdecken und einige Läden zu durchstöbern. Der Michel gehört zu einer Reihe von klassischen Gebäuden in Hamburg, die sie sich anschauen sollten, wie die Laeiszhalle, eine Konzerthalle für klassische Konzerte, dem Thaliatheater, dem deutschen Schauspielhaus, dem Nikolaikirchtum, dem Bismarckdenkmal, den Gerichtgebäuden, dem Altonaer Rathaus und dem Hamburger Rathaus um nur die wichtigsten zu nennen. Bekannt ist Hamburg auch für sein großes Angebot an Musicals. Kulturell hat die Stadt für jeden Geschmack etwas zu bieten.
Die Innenstadt Hamburgs verfügt über eine große Auswahl an hochklassigen Einkaufsmöglichkeiten mit tollen Geschäften, Kaufhäusern und Einkaufsarkaden. Auch dort gibt es immer wieder schöne Cafes und Restaurants, die zum Verweilen einladen.
Nicht weit von den Einkaufsstraßen entfernt befindet sich das nächste Erholungsgebiet der Hamburger, die Alster. Dort kann man sehr gepflegt spazieren gehen, eine Alsterrundfahrt machen oder einfach nur das Leben an den gepflegten Promenaden und Wegen genießen die die Ufer säumen und wo sie ebenfalls beinahe überall Erfrischungen erhalten können.
Das Hamburger Vergnügungsviertel St. Pauli liegt wieder direkt am Hafen und ist für sein ausschweifendes Nachtleben genauso berühmt wie berüchtigt. Die berühmte Herbertstraße oder die große Freiheit Nr. 7 sind nicht nur bei Seeleuten ein Begriff und wurde schon von Freddie Quinn besungen. Ein Rundgang ist auf jeden Fall lohnenswert, da diese Viertel genauso zu Hamburg gehört wie sein Hafen.
Die Ausfahrt ihres Schiffes aus Hamburg sollten sie ebenfalls unter keinen Umständen verpassen. Auf dem Weg zur Nordsee passieren sie viele interessante Orte. Zunächst fahren sie an den Landungsbrücken und der Werft vorbei, lassen St. Pauli rechts liegen und gelangen in die Außenbezirke von Hamburg. Vorbei an architektonisch sehr interessanten Gebäuden, geht es nach Blankenese, dem Stadtteil der Reichen in Hamburg. Hier stehen die Villen der ehemaligen Händler und ihrer Nachkommen. Aber der gesamte Ort ist aufgrund seiner engen, verschlungenen Straßen und seines Ausblicks auch einen Besuch wert. Sie fahren am Welcome-Höft vorbei wo nach alter Tradition ein- und auslaufende Schiffe noch immer mit der jeweiligen Nationalhymne begrüßt bzw. verabschiedet werden. In Zeiten der Billigbeflaggung ein sehr interessanter Aspekt aber vor allem immer noch eine schöne maritime Geste. Im weitern Verlauf passieren sie dann noch einige kleinere Ortschaften und den Ein- bzw. Ausgang zum Nord-Ostsee-Kanal bevor sie letztendlich bei Cuxhaven in die Nordsee kommen und von dort ihre Fahrt fortsetzen.