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Lissabon - Portugal - Atlantischer Ozean
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Lissabon ist die Hauptstadt und mit über 500 000 Einwohnern auch die größte Stadt Portugals. Der Hafen der Stadt liegt etwas landeinwärts am Fluss Tejo, der Lissabon durchzieht. Schon bei der Hafeneinfahrt zeigen sich dem Betrachter schon die großen Sehenswürdigkeiten von Lissabon. Zunächst empfängt sie der Torre de Belem, das bekannteste Wahrzeichen Lissabons. Der Wachturm wurde während der napoleonischen Invasion komplett zerstört und 1846 wieder aufgebaut. Gleich dahinter liegt das Hieronymus-Kloster, das durch seine Architektur, die eine portugiesische Mischung aus Spätgotik und Renaissance ist und in Portugal Manuelinik genannt wird besticht. Das Innere des Klosters ist aufwendig mit linienförmigen Ornamenten verziert, die in den weichen Stein gemeißelt wurden. Die Kirche, die mit schönen Kacheln ausgestattet ist, beherbergt das Grabmal von Vasco da Gama, dem großen portugiesischen Seefahrer. Direkt vor dem Kloster am Ufer des Tejo steht das Denkmal von Heinrich dem Seefahrer, das für die große Seefahrernation Portugal steht. Unter der großen Hängebrücke – Ponte 25 de Abril -  hindurch, das kann je nach Größe ihres Kreuzfahrtschiffes sehr knapp aussehen, in jedem Fall aber spektakulär, geht es zu ihrem Liegeplatz. Gegenüber am Ufer sehen sie eine Jesusstatue, die der in Rio de Janeiro nachempfunden ist und über den Fluss wacht. Sie ist allerdings wesentlich kleiner als die in Rio. Der Anlegeplatz liegt inmitten eines alten, aber in den letzten Jahren liebevoll renovierten Hafenviertels, dass zu einem Unterhaltungsviertel mit einer Vielzahl an kleinen Restaurants, hauptsächlich Fisch, geworden ist. Hier finden sie auch Taxis, denn der Weg in die Innenstadt oder nach Belem, wo sie bei der Einfahrt durchgefahren sind, ist doch etwas zu weit um zu Fuß zu gehen. Viele Reedereien bieten hier aber auch Shuttle-Services in die Innenstadt an.   Diese enden meist am Praca de Comercio, der mit seinem großen Triumphbogen das Tor zur Innenstadt am Tejo bildet, oder am Praca Dom Pedro IV, der in seiner Aufmachung stark an südamerikanische Stadtzentren erinnert und das obere Ende der Fußgängerzone mit der Haupteinkaufsstraße Rua Augusta bildet. Hier gibt es alle Arten von Geschäften, vom schwedischen Modehaus bis zum traditionellen Weingeschäft, das die berühmten Weine des Landes verkauft. In Verlängerung dieser Linie den Hügel hinauf bietet der Parque Eduardo VII einen herrlichen Ausblick auf die Stadt und den Fluss. Typisch für das Lissabonner Stadtbild sind die bunten Straßenbahnen, die sich ihren Weg durch die Stadt und über die Hügel derselben bahnen. Nicht nur aufgrund der Brücke wird immer wieder eine gewisse Ähnlichkeit der Stadt mit San Francisco erwähnt. In einer Seitenstraße der Innenstadt, steht ein stählernes Ungetüm, das an den Eiffelturm in Paris erinnert und wartet auf Touristen. Nicht um sie zu Verschlingen, sondern um sie in die obere Stadt von Lissabon zu bringen. Es handelt sich dabei um einen Aufzug aus dem 19. Jh. , der von einem Schüler von Gustave Eiffel konstruiert wurde und die etwa 50 Höhenmeter zur Oberstadt schnell überwindet. Oben angekommen stehen sie direkt vor den Ruinen einer alten Kirche, die sie schon von unten betrachten konnten. Die Convento do Carmo wurde bei dem großen Erdbeben von 1755 fast komplett zerstört und nur die Bögen des Kirchenschiffes blieben stehen, wie das Gerippe eines Wales als Mahnmal an die Zerstörungskraft der Natur. Die Kirche wurde mitsamt dem angrenzenden Kloster in den  Jahren 1389 – 1423 für den Karmeliterorden errichtet und galt lange als das Prachtexemplar Lissabonner Architektur in der Gotik. Die obere Stadt ist ruhiger und gemütlicher als das hektische treiben in der unteren Stadt. Als wäre hier die Zeit stehen geblieben und der Lärm der Welt ausgeschlossen worden, lädt dieser Ort zu einem ruhigen Spaziergang ein, den man unbedingt machen sollte.  In Lissabon gibt es eine Vielzahl an weiteren Sehenswürdigkeiten und historischen Gebäuden, die einen Besuch und eine Besichtigung wert sind. Auch im Umland der Stadt gibt es einige sehr interessante Plätze, Schlösser und Parkanlagen, die die große Vergangenheit Portugals widerspiegeln. Auch kulturell ist das Angebot sehr vielfältig. Die beschriebenen Orte verschaffen dem Reisenden allerdings einen guten ersten Eindruck der Stadt. Ein Tag in Lissabon reicht leider nicht aus um diese traumhaft, schöne Stadt am Atlantik komplett kennenzulernen. Um tiefer in die Sitten und Gebräuche der Stadt – hier sei nur der Fado, eine typische Gesangart – genannt, sollte man wiederkommen. Lissabon lohnt immer einen Aufenthalt.