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Rhodos - Griechenland - Östliches Mittelmeer
Die Dodekanes-Insel Rhodos liegt nur wenige Kilometer von der türkischen Küste entfernt. Die Hauptstadt Rhodos hat etwa 55 000 Einwohner und ist das Zentrum der Insel.
Der große Seehafen von Rhodos-Stadt liegt wunderbar, direkt am jüdischen Viertel der historischen Altstadt von Rhodos. Der Hauptanleger wird zugleich auch als Fähranleger genutzt, was zusammen mit dem hohen Aufkommen an Kreuzfahrtschiffen für einigen Trubel sorgt, der sich aber trotz der Menschenmengen ganz gut verläuft. Der Hafen verfügt nur über eine kleine Hafenmeisterei und nicht über größere Abfertigungsgebäude. Ein weiterer Anleger ist eine lange Hafenmole, die den Hafen zur See hin abgrenzt. Von dort aus ist der Weg weiter, da das gesamte Hafenbecken umlaufen werden muss. Auf der anderen Seite ist der Hafen durch eine Seemole mit einigen schönen Windmühlen und einem historischen Hafenkastell vom Mandraki-Hafen, dem historischen Hafen der Stadt und heutigem Yachthafen abgegrenzt. Am Ausgang des Hafens stehen Taxen bereit, die Sie zu allen Orten auf der Insel bringen können. Durch Aushänge und Hinweistafeln der Fahrtkosten zu den einzelnen Orten ist alles sehr gut organisiert und auch die Sprache kein größeres Problem.
Rhodos ist die Insel des Helios, des Sonnengottes der griechischen Mythologie und das Wetter hält, was die Mythologie verspricht. Rhodos hat über 300 Sonnentage im Jahr. Die Temperaturen steigen im Sommer leicht auf über 30°C, was sehr heiß ist, aber durch den kühlen Wind, der fast immer aus westlichen Richtungen die Nordspitze umweht, immer sehr gut zu ertragen ist. Die geringe Luftfeuchte macht das Klima angenehm und trocken. Bis Mitte November kann man auf Rhodos durchaus mit Badewetter rechnen, allerdings sollten Sie für die Abende an Deck ab September eine dünne Jacke einplanen, da es auf See dann frisch werden kann. Der starke Wind und das trockene Klima führen im Sommer immer wieder zu Waldbränden, die sich meist aber auf das Inselinnere beschränken und die Touristenorte außer Acht lassen. Die Wintermonate sind kühler und regenreicher, die Temperatur sinkt aber nur selten unter 10°C.
Wenn Sie das Schiff in Rhodos-Stadt verlassen, haben Sie mehrere Möglichkeiten zu einem Spaziergang. Gehen Sie entlang der alten Festungsmauer und durch die verschiedenen Tore der ehemaligen Kreuzritterstadt, die seit 1988 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. Der Weg führt Sie entlang des Hafens und der wehrhaften, gigantischen Stadtmauern zum Mandrakihafen, wo Sie ein buntes Treiben aus Händlern erwartet, die traditionellen Waren wie Olivenölseife und – produkte und die berühmten Naturschwämme der Ägäis anbieten, die traditionell in diesem Bereich der Ägäis, vor allem auf den Inseln Kalymnos oder Symi aus den Tiefen der See geholt werden. Unzählige Ausflugsboote bieten Ausflüge zu den anderen Orten der Insel und zu den Nachbarinseln an. Wenn Sie einen Ausflug auf eigene Faust machen wollen, seien Sie sehr früh am Hafen und seien Sie sich bewusst, dass es bei diesen Ausflügen zu Verzögerungen kommen kann, die das Erreichen Ihres Schiffes gefährden. Sehenswert am Mandraki-Hafen sind noch die alte Hafenmeisterei, ein Gebäude aus der venezianischen Besatzungszeit der Stadt, und die beiden Statuen an der Hafeneinfahrt, die Hirsch und Hirschkuh darstellen, die Wappentiere der Stadt Rhodos. An der Stelle der Wappentiere und des Hafenkastells soll in der Antike der Koloss von Rhodos, eines der 7 Weltwunder der Antike, gestanden haben. Allerdings hat man nie entsprechende Hinweise im Meer gefunden. Durch den neuen Markt hindurch gelangen Sie in die Altstadt.
Die Altstadt ist auch direkt vom Hafen aus zu erreichen. Gehen Sie einfach durch eines der Tore in der Stadtmauer und schon finden Sie sich in einem höchst interessanten historischem Umfeld wieder. Mittelalterliche Gebäude und Straßen stehen im Kontrast zu den unzähligen, teilweise sehr modernen Geschäften, die sich im Inneren der alten Gebäude befinden. Angeboten wird fast alles, von typischen Touristensouvenirs über Kunsthandwerk, Mode, Weine und Gewürze bis hin zu typischen griechischen Gold- und Silberschmuck und Pelz- und Lederwaren. Nebenbei gibt es eine Vielzahl an Restaurants und Cafes. Wenn Sie sich eine Pause gönnen und etwas essen wollen, suchen Sie sich ein kleineres Kafenion oder Restaurant in einer der Nebenstraßen – genießen Sie eine typisch, griechische Gyros-Pita. Die Qualität des Essens ist am Hauptplatz der Stadt und vor allem im Neuen Markt nicht besonders hoch aber überteuert, gleichwohl lohnt es sich am Hauptplatz der Stadt ein Getränk zu sich zu nehmen und den tollen Ausblick aus einem der Terrassenrestaurants zu genießen – der Ausblick lohnt sich auch für 8 € für einen frisch gepressten Orangensaft. Die Hauptstrasse der Altstadt ist die Sokratesstraße – sie führt den Hügel hinauf zur Süleiman-Achmed-Moschee, einem Andenken an die türkische Besatzung der Insel. Nachdem man die türkischen Gebäude lange Zeit etwas herunterkommen ließ, ist man in den letzten Jahren dazu übergegangen auch dies als Teil der eigenen Geschichte anzusehen und sie besser in Stand zu halten.
Vom Hauptplatz aus kommen Sie zu einer weiteren Hauptstraße der Stadt, der Ritterstraße. Hier finden Sie die alten Herbergen der Kreuzritterorden. Verwunschene und mit Pflanzen und Springbrunnen dekorierte Innenhöfe liefern vor allem in der Dunkelheit einen tollen Eindruck in die Zeit der Kreuzritter. Das mittelalterliche Kopfsteinpflaster und die schmiedeeisernen Laternen vervollständigen das Bild einer mittelalterlichen Straße, dass nur durch die Vielzahl an Touristen getrübt wird.
Am Ende der Ritterstraße thront auf dem Hügel der Großmeisterpalast, der die gesamte Stadt überragt und schon vom Hafen aus zu sehen ist. Der Palast, der einstige Sitz der Herrscher ist heute ein Museum und kann besichtigt werden. Ebenfalls werden von hier Spaziergänge auf den Festungsmauern angeboten. 
An die Altstadt schließt sich die Neustadt an, die ebenfalls eine Vielzahl an Geschäften bietet, allerdings ohne die mittelalterliche Verpackung. Am neuen Aquarium befindet sich der Stadtstrand, der sehr sauber ist und eine angenehm kühle Erfrischung nach einem Tag in der Altstadt bietet. Der Zugang zum Meer ist allerdings durch die vielen Kiesel und Steine etwas beschwerlich.
Lindos mit seinen weißen Häusern und engen Gassen ist der zweite Hauptanziehungspunkt für Touristen auf Rhodos. Weiße Häuser liegen verträumt an den Hängen der Akropolis von Lindos, auf deren Gipfel eine antike Palastanlage thront. Gehen sie zu Fuß hinauf oder nehmen sie ein Esel-Taxi und entdecken sie die tolle Aussicht auf das Meer und die Küste. Der Ort selbst bietet schöne kleine Geschäfte, verträumte Gassen und sehr nette Lokale und Cafes.
Ein Ort zum Baden ist das von Rhodos etwa 10 km entfernte Örtchen Kalithea. Die berühmte Badebucht wird von einer antiken Therme beherrscht. Ein Badevergnügen wie vor tausend Jahren erwartet sie im kristallklaren Meer.

  
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