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Thorshavn - Farör Inseln - Atlantischer Ozean
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Thorshavn ist mit 12 000 Einwohnern die größte Siedlung auf den Faroer-Inseln und gleichzeitig die Hauptstadt des Landes – der urbane Raum hat etwa 17 000 Einwohner. Die Inseln liegen etwa auf halbem Weg zwischen Island und der schottischen Küste mitten im Atlantik. Insgesamt haben die Inseln nicht mehr als 50 000 Einwohner. Die Anzahl der Schafe allerdings ist beinahe doppelt so hoch, was den Spitznamen der Insel – die Schafsinseln – erklärt. Der Hafen liegt mitten in der Stadt gegenüber von Tinganes, dem ältesten Teil der Stadt. Der Hafen ist ein gemischter Hafen, der sowohl von Passagierschiffen als auch von kleineren Containerschiffen angelaufen wird. Das Hafengebiet ist demnach trotz seiner geringen Ausdehnung dennoch recht unübersichtlich. Ein direktes Terminal gibt es nicht, allerdings gibt es sanitäre Einrichtungen in den Gebäuden der Fährreederei. Von dort aus gibt es auch einen kurzen, kostenlosen shuttle-service, der zum Ausgang des Hafens fährt. Von dort können sie die Innenstadt bequem zu Fuß erkunden. Thorshavn, nach dem nordischen Donnergott Thor benannt, ist erstmals um das Jahr 1000 urkundlich erwähnt worden. Man nimmt aber an das Tinganes noch etwa 200 Jahre älter ist. Die Häuser sind rot beholzt und stehen wehrhaft auf einigen kleineren Felsen über der Bucht, die heute den Yacht- und Fischerhafen beherbergt. Früher haben hier wohl die Wikingerschiffe vor Anker gelegen und auf die nächste Fahrt gewartet. Dort steht auch noch das alte logting, das älteste, erhaltene Parlament der Welt und das neue Parlament der faroeischen Landesregierung, in der noch genau ein Abgeordneter aus Dänemark sitzt - ein Überbleibsel der dänischen Vergangenheit und ein Zeichen der heutigen Staatsform, die zwar unabhängig ist aber noch sehr stark mit dem skandinavischen Land verbunden ist. So werden dem Besucher auch die Architektur und das Stadtbild sehr dänisch vorkommen. Die Häuser sind sehr niedrig gebaut und haben die typische Bauform, wie man sie aus kleinen dänischen Orten kennt. Die meisten sind mit Reet gedeckt und viele mit kleinen Wällen umgeben, was man aus Nordfriesland kennt. Es gibt einige kleine Geschäfte in der Stadt, die sehr unterschiedliche Waren anbieten. Kunsthandwerk, Bücher, Andenken und Dinge des täglichen Bedarfs. Sehr häufig werden die Pullover angeboten, die aus der Wolle der Schafe gestrickt wurden. Diese sind allerdings alles andere als flauschig, sondern vielmehr kratzig und steif. Überhaupt ist die Stadt nicht unbedingt auf touristisches Shoppen hoher Qualität eingerichtet, was ihr allerdings einen gewissen Charme verleiht, der sich etwas abseits des Massentourismus bewegt. Die kulinarischen Köstlichkeiten der Insel können sie in einem Schaf-fast-food Restaurant probieren, ob ihnen gebackener Schafskopf aber schmeckt müssen sie selbst entscheiden. Auch die Fischgerichte könnten noch aus der Zeit der Wikinger sein. Nehmen sie besser ein verstärktes Frühstück auf dem Schiff ein, die Wikingerköstlichkeiten sind nicht unbedingt für den verwöhnten europäischen Magen gedacht.Die Stadt ist sehr klein und an einem halben Tag gut zu entdecken, sie haben also genug Zeit um sich den landschaftlichen Schönheiten der Inseln anzunehmen. Das Land ist sehr grün, Schafe bewegen sich relativ frei durch die Landschaft, und die raue Küste wird von vielen kleineren und größeren Fjorden durchgezogen. Man kann beinahe an jeder Ecke das Anrennen des Salzwassers gegen das feste Land erkennen. Gischt wird von der oft sehr rauen See aufgeworfen und gegen die teilweise sehr steilen Klippen geworfen. Und immer wieder zwischendurch gibt es kleine Siedlungen und Dörfer in denen die Zeit still zu stehen scheint. Teilweise sind die Dächer mit Grassoden gedeckt und fügen sich so in das grüne Gesamtbild der Inseln ein. In den kleinen Küstenorten findet man noch die Spuren aus der Seefahrer- und Fischereivergangenheit der Färinger. Naturfreunde kommen auch durch die vielfältige Vogelwelt der Inseln auf ihre Kosten, allen voran der Tölpel und der Papageientaucher, der durch sein drolliges Aussehen zu einer Art Wappentier des Nordmeers geworden ist. Diese Vögel sind fast überall zu beobachten. Zu den Nistplätzen werden auch geführte Ausflüge angeboten. Die Faroer-Inseln verfügen als einziges Land der Welt über eine Brücke die über den Atlantik führt. Diese verbindet die zwei Hauptinseln der Inselgruppe und viele Busfahrer und Reiseleiter machen sich einen Spaß daraus dort anzuhalten und den Besuchern zu ihrer ganz persönlichen „Transatlaniküberfahrt“ zu verhelfen.